„Rote Linie überschritten“
Sogar die UEFA gibt der FIFA ein hartes Contra
06.07.2026 | 12:29 Uhr
Der Fall um die aufgehobene Sperre des US-Stürmers Folarin Balogun zieht immer weitere Kreise. Auch die Europäische Fußball-Union UEFA meldet sich nun mit warnenden Worten. Demnach drohen fatale Folgen.
Die Europäische Fußball-Union (UEFA) hat den Weltverband FIFA beim „Fall Balogun“ in selten zuvor erlebter Form kritisiert und von der Überschreitung einer „roten Linie“ gesprochen. „Wir bringen unser Unverständnis über eine derart beispiellose, unbegreifliche und nicht zu rechtfertigende Entscheidung zum Ausdruck“, schrieb die UEFA in einer Stellungnahme: „Manchmal lassen Regeln Interpretationsspielräume zu. In diesem Fall nicht.“
Klopp wütet: „Das ist unser Spiel, nicht deren Spiel“
Der europäische Verband fürchtet fatale Folgen. „Wenn die Verlässlichkeit der Regeln von ihren Hütern nicht mehr garantiert wird, steht die Integrität des Spiels auf dem Spiel und die Glaubwürdigkeit eines Wettbewerbs wird untergraben“, schrieb die UEFA: „Gleichzeitig schafft eine solche Entscheidung einen Präzedenzfall in einem laufenden Turnier, in dem nun vergleichbare Fälle gleich behandelt werden müssen – zum Schaden des Wettbewerbs.“
Entsetzen über mögliche politische Einflussnahme
Am Sonntag hatte die FIFA die Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale der USA gegen Belgien (Dienstag, 2 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) plötzlich wieder spielberechtigt. US-Präsident Donald Trump jubelte öffentlich. Laut der Nachrichtenagentur AFP, der „New York Times“ und des „Guardian“ rief US-Präsident Donald Trump persönlich bei FIFA-Boss Gianni Infantino an, um ihn um eine Überprüfung der Roten Karte zu bitten. Diese Berichte lösten Entsetzen in der Fußball-Welt aus.
Im Schreiben der UEFA wird kein Funktionär zitiert. Dennoch wird UEFA-Präsident Aleksander Ceferin als wichtiger Gegenspieler Infantinos betrachtet.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc/sid
