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Als stecke „ein Muster“ dahinter: Bericht legt gezielte russische Attacken auf ukrainisches Gesundheitssystem nahe

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Als stecke „ein Muster“ dahinterBericht legt gezielte russische Attacken auf ukrainisches Gesundheitssystem nahe

Ein Mann geht durch eine Geburtsklinik in Odessa, die bei einem russischen Angriff getroffen wurde. (Foto: picture alliance / Photoshot)

Immer wieder treffen russische Drohnen und Raketen zivile Infrastruktur in der Ukraine, darunter auch Kliniken und Krankentransporte. Für Ärzte ohne Grenzen ist das kein Zufall. Sie erkennen vielmehr ein Muster hinter den Attacken – und mögliche Kriegsverbrechen.

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat Russland beschuldigt, vorsätzlich medizinische Einrichtungen in der Ukraine anzugreifen. Die Angriffe auf das Gesundheitssystem und medizinisches Personal seien Teil einer „gezielten Strategie“, erklärte die Organisation unter Berufung auf eine eigene Untersuchung. Ärzte ohne Grenzen forderte alle Konfliktparteien auf, ihren Verpflichtungen gemäß dem humanitären Völkerrecht nachzukommen.

„Diese Angriffe sind zu systematisch, zu häufig und zu präzise, um zufällig zu sein“, erklärte der Landeskoordinator von Ärzte ohne Grenzen in der Ukraine, Robin Meldrum. Wenn Krankenhäuser wiederholt getroffen oder Rettungswagen mit Drohnen angegriffen würden, sei dies „ein Muster“, hinter dem eine Absicht stecke.

Laut dem Untersuchungsbericht mit dem Titel „No Safe Place to Heal“ wurden zwischen April 2022 und Dezember 2025 mehr als 20 von der Organisation betriebene oder unterstützte medizinische Einrichtungen angegriffen.

Vier Krankenhäuser, in denen die Organisation tätig gewesen sei, wurden demnach zerstört, sieben Rettungswachen hätten zurückgelassen werden müssen. Viele verbliebene Einrichtungen seien inzwischen „dramatisch unterbesetzt“. Zudem nehme die Bedrohung durch sogenannte „First Person View“-Drohnen zu, mit denen Ziele in Echtzeit definiert werden könnten. So sei im vergangenen September ein medizinisches Team in einem deutlich gekennzeichneten Fahrzeug in der Region Donezk attackiert worden.

Der gezielte Angriff auf medizinisches Personal oder Fahrzeuge stelle im humanitären Völkerrecht ein Kriegsverbrechen dar, erklärte die Organisation und erinnerte daran, dass vor nunmehr zehn Jahren die Resolution 2286 des UN-Sicherheitsrates verabschiedet worden sei, in der Angriffe auf Gesundheitseinrichtungen, medizinisches Personal und Patienten verurteilt werden.

„Staaten, die Einfluss auf Russland haben, müssen diesen nutzen und auf ein Ende der Angriffe auf medizinische Einrichtungen hinwirken“, forderte Ärzte ohne Grenzen.

Quelle: ntv.de, als/AFP

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