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Startseite»Nachrichten»Arla darf deutschen Molkereiriesen DMK schlucken
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Arla darf deutschen Molkereiriesen DMK schlucken

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 28, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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EU-Kommission genehmigt FusionArla darf deutschen Molkereiriesen DMK schlucken

Die Branchenriesen Arla und Deutsches Milchkontor (DMK) hatten ihren Zusammenschluss im Juni 2025 angekündigt. (Foto: dpa)

Gemeinsam wollen Arla und der deutsche Molkereiriese DMK die „leistungsstärkste Molkereigenossenschaft Europas“ schaffen. Jetzt gibt die Europäische Kommission den Weg für den Zusammenschluss frei. Eine Gefahr für den Wettbewerb schließt die EU aus mehreren Gründen aus.

Die Molkereigenossenschaft Deutsches Milchkontor (DMK) darf aus EU-Sicht vom dänisch-schwedischen Branchenriesen Arla Foods übernommen werden. Die Europäische Kommission hat einer Mitteilung zufolge keine Bedenken, dass dies den Wettbewerb verzerren könnte und genehmigt die Pläne ohne Auflagen. Bei großen Zusammenschlüssen prüft die Brüsseler Behörde dies standardmäßig.

Die Genossenschaften kaufen jeweils Rohmilch von ihnen angeschlossenen Landwirten und verarbeiten sie weiter. Die Frischmilch, Butter, Joghurt, Sahne, Käse oder Zutaten auf Molkebasis verkaufen sie dann in verschiedenen EU-Ländern weiter.

Die Unternehmen seien zwar bei der Rohmilchbeschaffung vor allem in Norddeutschland Konkurrenten, schreiben die Wettbewerbshüter. Arla sei aber aufgrund ihrer genossenschaftlichen Struktur verpflichtet, die gesamte Milch ihrer angeschlossenen Landwirte abzunehmen und allen denselben Preis zu zahlen, unabhängig von ihrem Standort. Arla könne deshalb den Milchpreis in Gebieten mit hohen Marktanteilen gar nicht senken – und habe auch keinen Anreiz dafür, da Landwirte dann zu anderen Genossenschaften wechseln würden.

Bei der Belieferung von Einzelhändlern mit Milchprodukten – insbesondere Eigenmarkenprodukten – und der Lieferung von Zutaten auf Molkebasis – konkret Permeatpulver und Molkenproteinkonzentrat – seien die Unternehmen ebenfalls Wettbewerber. Nach Einschätzung der Kommission wird es hier aber weiter genug Wettbewerbsdruck durch andere Unternehmen geben, sodass keine Verzerrung zu befürchten sei. Es sei zudem üblich, dass Einzelhändler getrennt zu Eigenmarken- und Marken-Milchprodukten verhandelten, sodass das Risiko begrenzt sei, dass Einzelhändler stark dazu angehalten würden, mehrere Produkte zusammen zu kaufen, anstatt sie separat auszuwählen.

Besseres Angebot angekündigt

Arla und DMK hatten den Zusammenschluss im Juni 2025 angekündigt. Er solle mehr als 12.000 Milchbauern zusammenbringen und „die leistungsstärkste Molkereigenossenschaft Europas“ schaffen, hieß es damals. Dem Verbraucher soll das unter anderem in Form der Förderung einer hochwertigen Milchproduktion und einer Verbesserung des Angebots zugutekommen. Das fusionierte Unternehmen werde den Namen Arla tragen.

DMK hat seinen Sitz im niedersächsischen Zeven und seine Verwaltung in Bremen. Arla ist im dänischen Viby zu Hause, dort soll nach früheren Angaben auch der künftige Hauptsitz des fusionierten Unternehmens sein. Zusammen kommen die beiden Genossenschaften auf knapp 19 Milliarden Euro Jahresumsatz und rund 28.700 Mitarbeiter.

Die meisten DMK-Standorte sind bisher in Niedersachsen, weitere Betriebe unter anderem in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Baden-Württemberg. Zu den DMK-Marken zählen neben Milram auch Humana, Oldenburger, Osterland und die Babynahrungsmarke Alete.

Quelle: ntv.de, nbr/dpa

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