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„Die Zahlen waren großartig“: Trump irritiert mit Aussage zur Inflation in den USA

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 11, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Die Zahlen waren großartig“Trump irritiert mit Aussage zur Inflation in den USA

Ob Donald Trump auf eine Eingebung hofft oder sich in Ironie übt, ist unklar. (Foto: picture alliance / AdMedia)

Die Energiepreise haben in den USA deutlich angezogen. Gründe sind der Iran-Krieg und die Blockade der Straße von Hormus. Die letzten Zahlen zur Teuerungsrate müssten US-Präsident Trump eigentlich ärgern. Doch er behauptet das Gegenteil.

US-Präsident Donald Trump hat mit einer überraschenden Äußerung zu der deutlich gestiegenen Inflation in den Vereinigten Staaten irritiert. „Die Zahlen waren großartig. Ich liebe die Inflation“, antwortete er auf eine Frage eines Journalisten, ob der Anstieg der Teuerungsrate ihn nicht beunruhige. Warum er es genau gut findet, dass seine Landsleute mittlerweile deutlich mehr Geld etwa für den täglichen Einkauf und Benzin bezahlen müssen, ließ Trump zwar offen. Er stellte aber zugleich ein Abflauen der Inflation in Aussicht – wie genau begründete er ebenfalls nicht.

Das US-Arbeitsministerium hatte am Mittwoch bekannt gegeben, dass die Inflation im Mai erstmals seit drei Jahren auf über vier Prozent gestiegen war. Die Verbraucherpreise stiegen verglichen mit dem Vorjahresmonat um 4,2 Prozent. Damit legte die Inflation den zweiten Monat in Folge deutlich zu und stieg weiter über das von der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) angestrebte Ziel von zwei Prozent.

Grund dafür sind die Folgen des Iran-Kriegs und die Blockaden in der Straße von Hormus, durch die das weltweite Energieangebot deutlich eingeschränkt wurde. Entsprechend müssen Firmen derzeit viel mehr Geld für Öl, Gas und Dünger ausgeben. Das belegen auch die Mai-Zahlen in der größten Volkswirtschaft: Für Energie musste 23,5 Prozent mehr gezahlt werden als vor einem Jahr. Besonders stark war der Anstieg der Benzinpreise. Der Kraftstoff hat sich etwa 40 Prozent verteuert.

Auch die US-Energiebehörde EIA rechnet mittlerweile damit, dass Rohöl im laufenden Jahr deutlich teurer sein dürfte. Ging die Behörde im Februar noch von einem Durchschnittspreis von 58 US-Dollar pro Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus, dürfte der Preis nun bei 95 Dollar liegen. 2027 dürfte der Durchschnittspreis dann auf 79 Dollar pro Barrel sinken. Das wäre aber immer noch mehr als die 53 Dollar, die die Behörde noch im Februar erwartet hatte.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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