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Startseite»Nachrichten»„Energiepreise nicht ausblenden“: Bundesbank-Chef warnt vor deutlichem Anstieg der Inflationsrate
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„Energiepreise nicht ausblenden“: Bundesbank-Chef warnt vor deutlichem Anstieg der Inflationsrate

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 13, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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„Energiepreise nicht ausblenden“Bundesbank-Chef warnt vor deutlichem Anstieg der Inflationsrate

Auch bei einem Kriegsende kann die Inflation noch länger hoch bleiben, so Nagel. (Foto: picture alliance/dpa)

Der Iran-Krieg schlägt in Deutschland in Form der Inflation voll durch. Und aus Sicht des Bundesbankpräsidenten ist das Ende der Fahnenstange womöglich noch nicht erreicht. Damit werden Zinserhöhungen „immer wahrscheinlicher“.

Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat vor einer höheren Inflation gewarnt und eine schnelle Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf der nächsten Zinssitzung im Juni in Aussicht gestellt. „Wir können die hohen Energiepreise nicht ausblenden“, sagte Nagel dem „Handelsblatt“.

„Zinserhöhungen werden immer wahrscheinlicher, wenn sich das Inflationsbild nicht grundsätzlich ändert“, so der Bundesbank-Chef Selbst bei einem baldigen Kriegsende könne die Inflationsrate deutlich länger erhöht bleiben, als vor Wochen erwartet wurde, erklärte er.

„Bei der Inflation kann noch einiges auf uns zukommen“, warnte Nagel, der auch Ratsmitglied der EZB ist. Er wollte Inflationsraten über vier Prozent in einzelnen Monaten nicht ausschließen. Der Notenbanker betonte: „Selbst bei einem baldigen Kriegsende könnte die Inflationsrate deutlich länger erhöht bleiben, als wir noch vor Wochen dachten.“

Zuletzt war die Inflation in der Eurozone im April auf 3,0 Prozent gestiegen. Sie liegt damit deutlich über dem Ziel der EZB, die eine mittelfristige Teuerung von zwei Prozent anstrebt. „Unter den gegenwärtigen Bedingungen dürften wir in Deutschland im Durchschnitt für 2026 bei etwa 2,7 Prozent herauskommen“, so der Bundesbank-Chef. Allerdings liegt die Kernrate der Inflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel ausgeblendet werden, deutlich niedriger.

Da sich weiter keine Fortschritte hin zu einem Ende des Iran-Kriegs abzeichnen und der Transport von Waren durch die Straße von Hormus behindert bleibt, steigt an den Finanzmärkten die Erwartung, dass die EZB die Zinsen erhöhen könnte. Der französische Notenbankchef Francois Villeroy de Galhau machte aber im Radiosender „France Info“ deutlich, dass es noch keine ausreichenden Informationen über die weitere Entwicklung der Kerninflation gebe.

Der EZB-Rat entscheidet am 11. Juni über den Leitzins. Die meisten Experten rechnen dann mit einer ersten Zinserhöhung in diesem Jahr. Zuletzt hatten die Währungshüter den Einlagensatz bei 2,0 Prozent belassen. 

Quelle: ntv.de, lme/dpa/rts

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