Der Automarkt in Deutschland kommt in Schwung. Vor allem die Nachfrage nach Fahrzeugen mit Elektromotor steigt. Allein BYD verkaufte im Juni viermal so viele Autos wie im Vorjahr.
Die hohen Spritpreise und die staatliche Kaufprämie haben auch im Juni für einen starken Anstieg der Neuzulassungen von E-Autos gesorgt. Im vergangenen Monat wurden 84.057 reine Elektroautos neu zugelassen, das waren 78,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt in Flensburg (KBA) mitteilte. Ihr Marktanteil betrug damit 28,4 Prozent.
Im ersten Halbjahr stiegen die Neuzulassungen von E-Autos laut KBA um 48 Prozent, das waren knapp 370.000 Fahrzeuge. Die Entwicklung schaffe Potenzial, dass sich der Gesamtmarkt im laufenden Jahr der Marke von drei Millionen Autos nähere, sagte Imelda Labbe vom Verband der Autoimporteure VDIK. Vor allem internationale Hersteller seien auf Wachstumskurs.
Benziner und Diesel weniger beliebt
Die KBA-Zahlen zeigen einmal mehr, dass besonders ausländische Autobauer profitierten. Sie verkauften in der ersten Jahreshälfte 7,7 Prozent mehr Fahrzeuge und kommen inzwischen auf einen Marktanteil von 44,2 Prozent. So verkaufte der chinesische Anbieter BYD insgesamt 26.000 Fahrzeuge, das ist gut viermal so viel wie im Vorjahr.
Insgesamt wurden auf dem Automarkt im Juni 296.378 Pkw neu zugelassen – 15,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im ersten Halbjahr 2026 wurden insgesamt knapp 1,5 Millionen Autos erstmals zugelassen, das sind 5,8 Prozent mehr als im Vorjahr.
Stark zurück ging dabei die Zahl der neu angemeldeten Benziner, sie schrumpfte im Juni um 16,8 Prozent. Nur noch rund jeder fünfte Neuwagen fährt ausschließlich mit Benzin. Bei den Dieselfahrzeugen gingen die Zulassungen um 5,1 Prozent zurück, ihr Anteil lag bei 11,4 Prozent. Nach den ersten sechs Monaten betrug das Minus 18,2 Prozent beziehungsweise 8,6 Prozent.
