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Startseite»Nachrichten»Kauflaune auch wegen SpaceX: Wall Street reagiert euphorisch auf Trumps Iran-Äußerungen
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Kauflaune auch wegen SpaceX: Wall Street reagiert euphorisch auf Trumps Iran-Äußerungen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 11, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Kauflaune auch wegen SpaceX Wall Street reagiert euphorisch auf Trumps Iran-Äußerungen

Die Kurse steigen wieder. (Foto: REUTERS)

Der US-Präsident kündigt eine Einigung mit dem Iran an – und löst damit an der Wall Street Erleichterung aus. Die mehrtägige Durststrecke ist beendet, auch für den zuletzt arg gebeutelten Nasdaq geht es wieder deutlich nach oben.

Die Aussicht auf eine Entspannung im Nahen Osten und der bevorstehende Rekord-Börsengang von SpaceX haben der Wall Street am Donnerstag kräftige Kursgewinne beschert. Der Standardwerteindex Dow Jones gewann 1,9 Prozent auf 50.849 Punkte. Der technologielastige Nasdaq rückte 2,5 Prozent auf 25.810 Zähler vor und der breit gefasste S&P 500 legte 1,8 Prozent auf 7.394 Stellen zu.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor geplante Militärschläge gegen den Iran abgesagt und eine Einigung mit dem Iran für das Wochenende in Aussicht gestellt – allerdings nicht zum ersten Mal. Auf Truth Social erklärte er, die Verhandlungen mit Teheran hätten die höchste Führungsebene des Iran erreicht und seien von einer breiten Koalition regionaler Mächte gebilligt worden. In der Folge gaben die Ölpreise deutlich nach.

Kurskorrektur im Tech-Index

Die Aktienmärkte bauten damit ihre Erholung vom Ausverkauf am Mittwoch aus, als die großen Indizes um mehr als ein Prozent gefallen waren und der S&P-Technologieindex eine Korrektur verzeichnete. „Unsere technischen Indikatoren sehen hier relativ überverkauft aus“, sagte Robert Phipps, Direktor beim Vermögensverwalter Per Stirling Capital Management im texanischen Austin. „Genauso wie wir zu weit und zu schnell gestiegen waren, sind wir auch zu weit und zu schnell gefallen.“

Der S&P 500 hatte seit seinem Rekordhoch Anfang Juni deutlich nachgegeben, da der Nahostkonflikt den Inflationsdruck verstärkt hatte. Unterdessen schürten neue Konjunkturdaten weitere Sorgen vor einer hartnäckigen Teuerung. Die US-Erzeugerpreise stiegen im Mai stärker als erwartet und verzeichneten den größten jährlichen Zuwachs seit mehr als drei Jahren. Zudem stieg die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche leicht an. Von der US-Notenbank Fed wird weithin erwartet, dass sie die Leitzinsen auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche unverändert lässt. Investoren rechnen jedoch bis zum Jahresende mit mindestens einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte.

Für zusätzliche Kauflaune sorgte am Donnerstag der anstehende Börsengang des Raumfahrtunternehmens SpaceX von Elon Musk. Die Aktien sollen am Freitag erstmals gehandelt werden. Das Unternehmen legte den Ausgabepreis auf 135 Dollar je Aktie fest. Der Verkauf von 555,56 Millionen Anteilsscheinen wird ihm die schon zuvor im Raum stehende Rekordsumme von 75 Milliarden Dollar in die Kassen spülen. Mit einer Gesamtbewertung von 1,77 Billionen Dollar ist es der größte Börsengang der US-Geschichte. SpaceX steigt damit zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt auf.

Gegen den Trend brachen die Aktien von Oracle ein. Der Softwarekonzern hatte für das Geschäftsjahr 2027 Investitionsausgaben in Aussicht gestellt, die über den Erwartungen der Analysten lagen.

Mehr zum heutigen Börsengeschehen können Sie hier lesen.

Quelle: ntv.de, ino/rts

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