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Betrugsmaschen

Mimikama SOS: Hilfe bei Betrug, Fake News & Konto-Hack

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 26, 2026Keine Kommentare9 Minuten Lesezeit
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Mimikama SOS: Erste Hilfe bei Online-Betrug, Fake News und digitalen Notfällen

Es ist drei Uhr nachts. Eine WhatsApp-Nachricht angeblich von der Tochter: „Mama, mein Handy ist kaputt, das ist meine neue Nummer. Ich brauche dringend Geld.“

Eine SMS, die angeblich von der Bank kommt: „Ihre Karte wurde gesperrt, bestätigen Sie hier.“

Ein Foto in der Nachrichtenleiste, das es so nie gegeben hat. Ein Instagram-Konto, das plötzlich fremde Posts veröffentlicht. Ein Anruf, der so dringend klingt, dass keine Zeit zum Nachdenken bleibt.

Die Situationen sind unterschiedlich. Das Gefühl ist oft dasselbe: Panik. Scham. Unsicherheit. Und diese eine Frage:

Was mache ich jetzt?

Genau für diesen Moment haben wir Mimikama SOS gebaut.

Kurz gesagt

Mimikama SOS ist eine kostenlose, anonyme Schritt-für-Schritt-Hilfe bei digitalen Vorfällen.
Das Tool hilft dir, Fälle wie Online-Betrug, gehackte Konten, Fake News, Sextortion, Romance-Scam, Fake-Shops, Phishing oder Bedrohungen im Netz einzuordnen.

Du beantwortest ein paar kurze Fragen. Danach bekommst du den nächsten sinnvollen Schritt: Was du sichern solltest, wen du kontaktieren kannst, was du nicht tun solltest und wann Bank, Polizei, Plattform oder Hilfsstelle zuständig sind.

Keine Anmeldung. Keine Speicherung deiner Antworten. Keine Werbung.

Was ist Mimikama SOS?

Mimikama SOS ist eine kostenlose Orientierungshilfe für Menschen in Österreich, Deutschland und der Schweiz, die gerade von einem digitalen Vorfall betroffen sind.

Das Tool funktioniert wie eine digitale Erstaufnahme. Es stellt gezielte Fragen, sortiert die Lage und zeigt dir, welcher nächste Schritt sinnvoll ist.

Nicht jeder Fall ist ein Notfall. Manchmal reicht es, einen Kettenbrief nicht weiterzuleiten, eine Quelle zu prüfen oder einen verdächtigen Beitrag an Mimikama zu melden. In anderen Fällen muss es schneller gehen: Konto sichern, Bank kontaktieren, Beweise speichern, Plattform melden oder Polizei einschalten.

Mimikama SOS ersetzt keine zuständigen Stellen. Es hilft dir aber dabei, nicht allein vor einem unübersichtlichen Problem zu stehen.

Bei welchen Themen hilft das Tool?

Wir haben Mimikama SOS für jene Vorfälle gebaut, die uns seit Jahren immer wieder gemeldet werden.

Konto gehackt
E-Mail, Facebook, Instagram, Apple, Google, TikTok, PayPal und andere Konten. Das Tool zeigt, warum oft zuerst das E-Mail-Konto gesichert werden muss und welche Schritte danach wichtig sind.

Phishing
Verdächtige SMS, Mails, WhatsApp-Nachrichten oder Anrufe, angeblich von Bank, Post, Amazon, Finanzamt oder bekannten Diensten. Mimikama SOS hilft dir, nicht vorschnell zu klicken oder Daten preiszugeben.

Fake-Shop
Online bezahlt, aber nichts bekommen. Das Tool zeigt, welche Belege du sichern solltest, wann Bank oder Zahlungsanbieter helfen können und wo du den Fall melden kannst.

Sextortion
Erpressung mit echten, gefälschten oder manipulierten intimen Bildern. Mimikama SOS sagt klar: nicht zahlen, nicht weiter antworten, keine weiteren Bilder schicken, Beweise sichern.

Romance-Scam
Eine Online-Bekanntschaft baut Vertrauen auf und fordert irgendwann Geld. Oft über Wochen oder Monate. Das Tool hilft bei Warnzeichen, Ausstieg, Beweissicherung und Recovery-Scam-Gefahr.

Anlagebetrug und Krypto-Scam
Gefälschte Trading-Plattformen, angebliche Krypto-Berater, Insider-Tipps, Freigabegebühren oder Auszahlungsprobleme. Mimikama SOS warnt besonders vor weiteren Zahlungen und falschen „Geld-zurück“-Angeboten.

Identitätsdiebstahl
Fremde Verträge, Mahnungen, Fake-Profile oder missbrauchte Daten. Das Tool zeigt, was dokumentiert werden sollte und welche Stellen geprüft werden können.

Fake News, KI-Bilder und Deepfakes
Virale Behauptungen, manipulierte Bilder, erfundene Zitate oder Videos, die nicht echt wirken. Mimikama SOS zeigt dir die Mimikama-Methode: Quelle prüfen, Datum prüfen, Kontext prüfen, Bilder rückwärts suchen.

Cybermobbing und Doxxing
Hass im Netz, veröffentlichte Privatdaten, Drohungen, Diffamierung oder Stalkerware-Verdacht. Das Tool hilft beim Sichern von Beweisen, beim Melden und bei der Frage, wann Polizei oder Hilfsstellen zuständig sind.

Und wenn dein Fall in keine Schublade passt, gibt es einen direkten Weg:

Mein Anliegen ist nicht dabei → an Mimikama melden.

Wie funktioniert Mimikama SOS konkret?

Mimikama SOS ist bewusst einfach aufgebaut. Kein Formularberg, keine Registrierung, keine langen Hilfeseiten, durch die man sich in Panik klicken muss.

1. Was ist passiert?

Du wählst aus, was am ehesten passt:

  • Geld, Daten oder Konto
  • verdächtige Nachricht oder Anruf
  • Behauptung, Bild oder Video prüfen
  • Druck, Bedrohung oder Unsicherheit
  • anderes Anliegen

2. Das Tool fragt nach

Je nach Fall stellt Mimikama SOS zwei, drei oder vier Folgefragen. Nicht, um dich auszufragen, sondern um den richtigen Hilfeweg zu finden.

Ein Fake-Shop braucht andere Schritte als Sextortion. Ein gehacktes E-Mail-Konto ist etwas anderes als ein Kettenbrief in der Familiengruppe. Ein Verdacht auf Stalkerware ist etwas anderes als ein Deepfake einer prominenten Person.

3. Du bekommst eine konkrete Handlungsliste

Am Ende erhältst du eine Checkliste: Was du jetzt sofort tun solltest, was später wichtig ist, welche Belege du sichern solltest und welche Stellen zuständig sein können.

Diese Liste kannst du kopieren oder ausdrucken, etwa für Bank, Polizei, Plattformmeldung oder eine Vertrauensperson.

Eingebaut sind zahlreiche geprüfte Anlaufstellen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, darunter Polizei-Online-Wachen, Sperrnotrufe, Finanzaufsichten, Plattform-Hilfen, Opferhilfen und Beratungsstellen.

Auf allen Geräten: Computer, Handy, Tablet

Mimikama SOS funktioniert direkt im Browser. Du brauchst keine App aus dem App Store oder Play Store. Du brauchst kein Konto. Du musst nichts installieren.

Am Computer
Mimikama SOS funktioniert in modernen Browsern wie Chrome, Firefox, Safari und Edge.

Am Smartphone
Das Tool ist für kleine Bildschirme optimiert: große Buttons, klare Schrift, direkt antippbare Nummern und Links.

Am Tablet
Mimikama SOS funktioniert im Hoch- und Querformat.

→ Direkt öffnen: sos.mimikama.org

Mimikama SOS als Verknüpfung auf dem Handy speichern

Du kannst Mimikama SOS wie eine App auf deinem Startbildschirm ablegen. Dann ist die Hilfe nur einen Tipp entfernt, falls du oder jemand in deinem Umfeld sie braucht.

iPhone mit Safari

  1. Öffne sos.mimikama.org in Safari.
  2. Tippe unten auf das Teilen-Symbol.
  3. Wähle „Zum Home-Bildschirm“.
  4. Bestätige mit „Hinzufügen“.

Danach erscheint das Mimikama-SOS-Logo auf deinem Startbildschirm.

Android mit Chrome

  1. Öffne sos.mimikama.org in Chrome.
  2. Tippe oben rechts auf die drei Punkte.
  3. Wähle „Zum Startbildschirm hinzufügen“ oder „App installieren“.
  4. Bestätige die Auswahl.

Warum das sinnvoll ist

Wer in einer akuten Stresssituation ist, hat keine Ruhe für zehn offene Tabs, Suchergebnisse, Forenbeiträge und widersprüchliche Ratschläge.

Mit Mimikama SOS ist der erste Schritt klarer: Tool öffnen, Fall auswählen, Fragen beantworten, Handlungsliste bekommen.

Das ist auch für Familien sinnvoll. Leg Mimikama SOS deinen Eltern, Großeltern oder weniger techniksicheren Angehörigen auf den Startbildschirm und sag ihnen:

Wenn online etwas Komisches passiert, drück zuerst hier drauf.

Das ist oft hilfreicher als der Satz: „Google das mal.“

Was Mimikama SOS nicht ist

Das ist uns wichtig, weil falsche Erwartungen im Ernstfall schaden können.

Mimikama SOS ist kein Notruf.
Bei akuter Gefahr oder laufenden Straftaten wende dich direkt an Polizei oder Notruf: 112 in der EU, 133 in Österreich, 110 in Deutschland, 117 in der Schweiz.

Mimikama SOS ist keine Rechtsberatung.
Wir können Wege aufzeigen und zuständige Stellen nennen. Wir ersetzen aber keine anwaltliche Beratung.

Mimikama SOS ist keine Bank.
Karten, Konten oder Zahlungen musst du selbst über deine Bank, deinen Zahlungsanbieter oder offizielle Sperrstellen klären.

Mimikama SOS ist keine Opferhilfe.
Bei psychischer Belastung, Gewalt, Erpressung oder Bedrohung verweisen wir an spezialisierte Hilfsstellen wie Weisser Ring, Opferhilfe Schweiz, HateAid, ZARA und andere zuständige Angebote.

Mimikama SOS ist kein Plattform-Support.
Für Konto-Wiederherstellung, Inhaltsmeldungen oder Sicherheitsprüfungen verlinken wir auf offizielle Hilfeseiten von Plattformen und Diensten.

Mimikama SOS ist eine Orientierungshilfe. Wir sortieren mit dir den Fall und zeigen dir, welche nächsten Schritte sinnvoll sind. Den Weg zur Bank, Polizei, Plattform oder Hilfsstelle gehst du selbst, aber nicht mehr völlig allein.

Datenschutz: Warum wir keine Antworten speichern

Wer betroffen ist, ist verletzlich. Wer Hilfe sucht, soll nicht befürchten müssen, dass diese Suche selbst zum Problem wird.

Deshalb arbeitet Mimikama SOS bewusst datensparsam:

  • Es gibt keine Anmeldung.
  • Deine Antworten werden nicht gespeichert.
  • Deine Antworten werden nicht an Mimikama übertragen.
  • Es gibt keine Werbung im Tool.
  • Es werden keine persönlichen Fallprofile erstellt.

Beim Aufruf einer Website können technisch notwendige Serverdaten entstehen, etwa IP-Adresse, Zeitpunkt des Abrufs oder Browserinformationen. Details dazu stehen in der Datenschutzerklärung.

Wenn wir Nutzungszahlen auswerten, dann nur anonym und ohne Personenbezug, damit wir erkennen können, welche Hilfe-Pfade besonders häufig gebraucht werden und wo wir das Tool verbessern müssen.

Warum jetzt?

Seit 2011 erreichen Mimikama täglich Berichte von Menschen, die online über den Tisch gezogen wurden, deren Konten gehackt wurden, die mit gefälschten Bildern erpresst werden oder die nicht wissen, ob das, was sie gerade in sozialen Netzwerken sehen, echt ist.

Was uns dabei immer wieder begegnet, ist nicht nur ein Wissensproblem. Es ist vor allem ein Orientierungsproblem.

Die Informationen gibt es oft irgendwo: bei Banken, Polizei, Plattformen, Verbraucherschutz, Finanzaufsichten, Beratungsstellen oder Faktencheck-Redaktionen. Aber wer gerade Angst hat, unter Druck steht oder sich schämt, findet das nicht in Ruhe zusammen.

Mimikama SOS ist unser Versuch, dieses Wissen an einer Stelle, in der richtigen Reihenfolge und in einer ruhigen Sprache zugänglich zu machen.

Nicht als Ersatz für zuständige Stellen. Sondern als erste digitale Orientierung.

Wie du helfen kannst

Mimikama SOS soll Menschen erreichen, bevor sie noch mehr Geld verlieren, weitere Daten preisgeben, auf Erpresser reagieren oder Falschmeldungen weiterverbreiten.

Du kannst dabei helfen:

Teilen
Wenn du das Tool nützlich findest, poste den Link, schick ihn an Familie und Freunde oder lege ihn als Lesezeichen ab.

Testen
Klick einmal in Ruhe durch. Fällt dir etwas auf, das unklar ist oder fehlt, sag uns Bescheid.

Feedback geben
Wenn du Mimikama SOS selbst genutzt hast: Hat es geholfen? War ein Schritt unklar? Hat ein Link gefehlt? Genau solche Rückmeldungen helfen uns, das Tool laufend zu verbessern. Schreib uns gerne eine Mail

Unterstützen
Mimikama finanziert sich über Mitgliedschaften, Spenden und Unterstützer:innen. Jede Unterstützung hilft, unsere Arbeit gegen Betrug, Fake News und digitale Maschen fortzuführen.

Probier es aus, bevor du es brauchst

Der beste Moment, Mimikama SOS kennenzulernen, ist nicht die Panik.

Klick dich einmal in Ruhe durch. Schau, wie das Tool aufgebaut ist. Speichere es als Lesezeichen oder lege es auf den Startbildschirm.

Vielleicht brauchst du es nie. Vielleicht braucht es irgendwann jemand in deiner Familie, in deiner Nachbarschaft oder in einer WhatsApp-Gruppe.

Dann ist der erste Schritt schon da.

→ Jetzt Mimikama SOS öffnen: sos.mimikama.org

Mimikama SOS ist Teil von Mimikama – Verein zur Aufklärung über Internetmissbrauch. Wir arbeiten seit 2011 in Österreich, Deutschland und der Schweiz gegen Online-Betrug, Desinformation und digitale Täuschung.

Hinweis: Stand zum Veröffentlichungsdatum.
Verwendete Bilder, Screenshots und Medien dienen ausschließlich der sachlichen Auseinandersetzung im Sinne des Zitatrechts (§ 51 UrhG).
Teile dieses Beitrags können KI-gestützt erstellt und redaktionell geprüft worden sein.
(Mehr zur Arbeitsweise)

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Dr. Heinrich Krämer
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