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Neue Angriffswelle auf Kiew?: Russland warnt abermals Diplomaten – Albanien meldet Residenztreffer

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerMai 25, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Neue Angriffswelle auf Kiew?Russland warnt abermals Diplomaten – Albanien meldet Residenztreffer

Nach einem massiven russischen Luftangriff steigt bei Sonnenaufgang Rauch über der Stadt auf. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Folgt einem Großangriff der nächste? Moskau kündigt an, abermals Rüstungsobjekte und „Entscheidungszentren“ in Kiew anzugreifen – als angeblichen Vergeltungsschlag. Eine Warnung geht dabei an ausländische Diplomaten.

Nach dem massiven russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew am Wochenende hat Moskau mit einer neuen schweren Attacke gedroht. Das russische Außenministerium rief ausländische Diplomaten dazu auf, Kiew schnellstmöglich zu verlassen. Das russische Militär werde als Antwort auf den ukrainischen Beschuss eines Wohnheims in der von Russland kontrollierten Stadt Starobilsk nun systematisch Rüstungsobjekte und „Entscheidungszentren“ in Kiew angreifen, heißt es in der Mitteilung.

Bei dem Angriff auf Starobilsk wurden nach Angaben der Besatzungsbehörden, mehr als 20 Zivilisten getötet. Der Generalstab in Kiew wiederum erklärte, die Attacke habe einer dort stationierten Militäreinheit gegolten. 

Russland hatte am Wochenende zahlreiche Drohnen und Raketen auf die Ukraine abgefeuert. Moskau setzte dabei auch die Hyperschallrakete Oreschnik ein, die nach Angaben aus Moskau mit Atomsprengköpfen bestückt werden kann – aber vermutlich mit leeren Sprengköpfen niederging. Bei nächtlichen russischen Angriffen auf Kiew wurden auch das ARD-Studio sowie das Büro der Deutschen Welle (DW) massiv beschädigt und teilweise zerstört. Von den dort Arbeitenden wurde jedoch niemand verletzt.

Albanien: „Das ist unakzeptabel“

Der jüngste umfangreiche Angriff Russlands auf die Ukraine und Kiew hatte dem albanischen Außenminister Ferit Hoxha zufolge den Wohnkomplex getroffen, in dem der Botschafter Albaniens in der Ukraine residiert. Sein Leben sei dabei in Gefahr gebracht worden. „Das ist unakzeptabel“, schrieb Hoxha auf X. Albanien verurteile aufs Schärfste „einen weiteren brutalen und wahllosen großangelegten Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen, den Russland gestern Nacht gegen zivile Ziele in der Ukraine verübt hat – unter völliger Missachtung menschlichen Lebens und grundlegender menschlicher Würde“, so Hoxha.

Moskau hatte bereits vor gut zwei Wochen die Bewohner von Kiew und ausländische Diplomaten aufgefordert, das Stadtzentrum „rasch“ zu verlassen, falls das russische Weltkriegsgedenken am 9. Mai von der Ukraine gestört werden sollte.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als vier Jahren mit Luftangriffen. Die Ukraine reagiert mit Gegenangriffen auf russisches Staatsgebiet. Die Verhandlungen über eine Beendigung der Kämpfe liegen derzeit auf Eis. Der Ukraine-Krieg ist der schlimmste Konflikt in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: ntv.de, mpe/AFP/dpa

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