Trauer in den NiederlandenWeiteres Kind nach schwerem Unfall in den Niederlanden gestorben
Nach dem tödlichen Unfall mit einer Schülergruppe herrscht in den Niederlanden tiefe Bestürzung. Am Abend stirbt ein weiteres Kind an seinen schweren Verletzungen. Der junge Fahrer des Unfallwagens wurde festgenommen.
Schockiert und voller Trauer reagieren die Niederlande auf ein schweres Unglück mit einer Schülergruppe, bei dem gestern Mittag drei Kinder und ein Erwachsener ums Leben gekommen sind. Ein Auto war im Westen des Landes aus noch ungeklärter Ursache in eine Gruppe von 14 Grundschülern und zwei Begleitern gerast, die per Fahrrad auf dem Weg zu einer Schulfreizeit waren. Wie die Polizei mitteilte, erlagen zunächst drei Menschen ihren Verletzungen. Vier weitere Kinder wurden schwer verletzt, eines davon starb später im Krankenhaus.
Der nach Polizeiangaben „sehr heftige Verkehrsunfall“ im ländlich geprägten Seeländisch Flandern, das an Belgien angrenzt, erschütterte die Menschen weit über die Region hinaus. „Was für jedes Kind und jede Grundschule ein Highlight sein sollte – der Schulausflug – endet in einem Alptraum“, reagierte der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten. „Ganz Terneuzen weint und ist zutiefst betrübt“, sagte Bürgermeister Franc Weerwind, aus dessen Gemeinde die verunglückte Schulgruppe stammt.
Während Angehörige in einem Gemeindesaal in der Ortschaft Vogelwaarde unweit des Unfallorts zusammenkamen, strömten am Abend immer mehr Menschen zu der Schule, woher die Gruppe stammte, um dort Blumen niederzulegen, berichtete ein Reporter des Senders NOS.
Zu dem Unfall kam es an einer Bundesstraße zwischen zwei Ortschaften. Der Fahrer soll mit seinem Fahrzeug in einer Kurve weiter geradeaus gefahren sein und die Schülergruppe auf dem Radweg erfasst haben, wie der Sender NOS berichtete. Fotos vom Unglücksort zeigten ein schwerbeschädigtes Auto, das in einem Graben neben der Straße zum Stehen gekommen war.
Ein 19-Jahre alter Mann aus einem Ort in der Region wurde festgenommen, ob es sich um den mutmaßlichen Fahrer handelt, teilte die Polizei nicht mit. Seine Beteiligung an dem Unfall werde untersucht. Polizeisprecherin Mariska Bezemer sprach von einem einschneidenden und besonders traurigen Vorfall. Wie genau es dazu kam, konnte sie noch nicht sagen. Die Umstände würden derzeit untersucht, das Unfallauto sei beschlagnahmt worden.
