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Startseite»Nachrichten»Fratzscher: „Nationale Schocks“: DIW zu AfD-Programm: Sachsen-Anhalter würden 1600 Euro pro Kopf verlieren
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Fratzscher: „Nationale Schocks“: DIW zu AfD-Programm: Sachsen-Anhalter würden 1600 Euro pro Kopf verlieren

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 24, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Fratzscher: „Nationale Schocks“DIW zu AfD-Programm: Sachsen-Anhalter würden 1600 Euro pro Kopf verlieren

Zerbst in Sachsen-Anhalt würde nicht von der Umsetzung des AfD-Programms profitieren – im Gegenteil, sagt DIW-Experte Fratzscher. (Foto: picture alliance / imageBROKER)

In Sachsen-Anhalt ist die Zustimmung zur AfD in Umfragen besonders hoch. Dabei müssten genau dort die Menschen besonders starke Einbußen hinnehmen, sollte die Partei ihr Programm umsetzen. DIW-Präsident Fratzscher sieht 10.000 Arbeitsplätze gefährdet.

Regionen mit hohem AfD-Stimmenanteil würden ökonomisch besonders stark unter einer AfD-Bundesregierung leiden. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Die Politik der Rechtsextremen träfe insbesondere die Menschen in Sachsen-Anhalt hart: „Durch die von der AfD geforderte Politik würden Menschen dort im Durchschnitt jährlich rund 1600 Euro pro Kopf an Einkommen verlieren“, schreibt DIW-Präsident Marcel Fratzscher laut „Spiegel“. „Zudem könnten rund 10.000 Arbeitsplätze verloren gehen.“

Fratzschers Berechnungen sind keine präzise Prognose, sondern ein Szenario auf der Grundlage von Zahlen aus wissenschaftlichen Studien. Der Ökonom hat untersucht, welche Folgen es bundesweit hätte, wenn die AfD ihr Wahlprogramm tatsächlich umsetzen würde – darunter ein Ausstieg aus der EU und dem Euro.

Das würde „nationale Schocks“ auslösen, schreibt Fratzscher: „Ein Kurs gegen Europa und den Euro, Abschottung und Grenzschließungen, der Abbau staatlicher Institutionen, Investitionen und Leistungen sowie eine zunehmende Polarisierung machen die Lage der meisten Menschen messbar schlechter.“

Fratzscher: Inflation und Arbeitslosigkeit steigen

Anfällig wären laut „Spiegel“ vor allem Regionen mit einer kleinteiligen Wirtschaft und vielen Beschäftigten mit geringerer formaler Qualifikation – jene Gegenden also, in denen die Rechtsextremen besonders erfolgreich sind. Dazu zählt Sachsen-Anhalt, wo die AfD vor der Landtagswahl am 6. September in Umfragen deutlich führt.

Über einen Zeitraum von fünf Jahren, so die Annahme in Fratzschers Szenario, würde das Wirtschaftswachstum bundesweit um etwa sechs Prozentpunkte zurückgehen, die Inflation um gut fünf Prozentpunkte steigen, die Arbeitslosigkeit um zwei Prozentpunkte zulegen.

Entscheidende Faktoren dafür seien laut „Spiegel“ die AfD-Forderungen nach einem Zuwanderungsstopp sowie nach staatlichen Kürzungen. Den ebenfalls geforderten Austritt aus Euro und EU könnte eine AfD-geführte Bundesregierung jedoch nicht ohne Weiteres umsetzen.

Den Berechnungen zufolge würden die Einkommensverluste für Menschen in Sachsen-Anhalt doppelt so hoch ausfallen wie im Bundesdurchschnitt. Die größten Einkommensverluste von bis zu acht Prozent drohen in den sachsen-anhaltischen Kreisen mit den höchsten AfD-Anteilen: im Burgenlandkreis, Mansfeld-Südharz und im Salzlandkreis. Der Partei werde das aber kaum schaden, befindet Fratzscher: „Unzufriedenheit schürt AfD-Unterstützung, aber AfD-Politik verschärft die Probleme weiter und führt in eine Abwärtsspirale.“

Quelle: ntv.de, als

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