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Iranischer Außenminister spottet: US-Militär greift Iran erneut an und setzt Trumps Hafen-Blockade um

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 13, 2026Keine Kommentare3 Minuten Lesezeit
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Iranischer Außenminister spottetUS-Militär greift Iran erneut an und setzt Trumps Hafen-Blockade um

Die iranische Militärführung warnt, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der Meerenge „unter keinen Umständen zulassen“. (Foto: -/kyodo/dpa)

Trump kündigt eine Mautgebühr für die „Bewachung“ der Straße von Hormus an. Das US-Militär werde bereits in wenigen Stunden iranische Schiffe vor den Häfen stoppen. Scharfer Gegenwind kommt aus Teheran.

Die erneute Blockade iranischer Häfen greife ab Dienstag um 22 Uhr Ortszeit, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom mit. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi reagierte mit Spott auf Donald Trumps Ankündigung, künftig eine Abgabe in Höhe von 20 Prozent auf alle durch die Straße von Hormus transportierten Güter zu erheben. Wer für eine sichere Durchfahrt von Handelsschiffen sorge, „sollte entschädigt werden“, erklärte Araghtschi in Onlinediensten. „20 Prozent sind natürlich zu viel – wir werden fair sein“, fügte er hinzu.

In der Nacht hat das US-Militär nach eigenen Angaben erneut iranische Ziele angegriffen. Die Streitkräfte hätten demnach die dritte Nacht in Folge Angriffe gestartet. Diese würden die Fähigkeit des Irans weiter einschränken, Attacken auf unschuldige Zivilisten und die Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus auszuüben, hieß es in einer Mitteilung des US-Regionalkommandos.

US-Präsident Trump hatte kurz zuvor bereits weitere Angriffe seines Landes auf den Iran angekündigt. Man werde das Land heute Abend hart treffen – genau wie morgen, sagte er am Montagnachmittag (Ortszeit) in einem Radiointerview. Der Iran könne nichts dagegen tun, betonte er. 

Sorge vor Wiederaufflammen des Krieges

US-Streitkräfte hatten in den vergangenen Tagen wiederholt iranische Ziele angegriffen. Das Militär begründete dies mit Attacken des Irans auf Schiffe in der Straße von Hormus. Der Iran reagierte auf die US-Angriffe wiederum mit Vergeltungsangriffen – etwa auf Golfstaaten. All das befeuerte in der Region die Sorge vor einem vollständigen Wiederaufflammen des Krieges – zumal Trump die Waffenruhe mit Teheran vor wenigen Tagen für beendet erklärt hatte.

Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump am Montag erklärt, das US-Militär werde „die Schiffe des Iran oder dessen Kunden daran hindern, ein- oder auszulaufen“. Alle anderen Frachtschiffe müssten eine Abgabe von „20 Prozent auf alle transportierten Güter“ entrichten. Beides werde „umgehend“ umgesetzt. Der Ölpreis stieg nach Trumps Ankündigung am Montag zeitweise um rund neun Prozent an.

Damit ignoriert Trump zwei zentrale Vereinbarungen des Rahmenabkommens mit dem Iran vom 17. Juni. Dieses sah die Aufhebung der US-Blockade sowie eine „sichere und unentgeltliche Durchfahrt von Handelsschiffen“ durch die Straße von Hormus vor. Zuvor hatte Trump bereits die vereinbarte Feuerpause für beendet erklärt.

Die iranische Militärführung erklärte, Teheran werde ein Eingreifen der USA in der Meerenge „unter keinen Umständen zulassen“. Jede Zusammenarbeit der Golfstaaten mit Washington werde als „Kriegshandlung“ betrachtet.

In den ins Stocken gekommenen Verhandlungen mit den USA über eine dauerhafte Friedenslösung hatte Teheran immer wieder die Erhebung einer Gebühr für Frachtschiffe ins Spiel gebracht, die die Meerenge durchqueren. Mit den Einnahmen wollte der Iran die Kriegsschäden bezahlen.

Die USA hatten die Erhebung einer solchen Gebühr durch den Iran immer wieder als inakzeptabel bezeichnet. In einem Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington Mitte Juni war noch von einer „sicheren und unentgeltlichen Durchfahrt“ die Rede gewesen. In einem überraschenden Schritt kündigte Trump am Montag nun aber selbst eine Mautgebühr für die „Bewachung“ der Meerenge durch die USA an.

Quelle: ntv.de, bho/AFP/dpa

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