Mitten im Turnier
Tunesien wirft Trainer nach WM-Auftaktpleite raus
16.06.2026 | 07:19 Uhr
Das geht schnell: Tunesien sorgt bei der Fußball-WM für ein Kuriosum und schmeißt seinen Cheftrainer nach nur einer Partie raus. Ein erfahrener Mann soll übernehmen.
Der tunesische Fußballverband hat die Trennung von Nationaltrainer Sabri Lamouchi während der laufenden WM vollzogen. In einem Statement teilte der Verband mit, dass der Vertrag im „gegenseitigen Einvernehmen“ beendet wurde. Man wünsche ihm alles Gute und Erfolg für den Rest seiner beruflichen Karriere.
Der Franzose Hervé Renard solle nach der 1:5-Auftaktklatsche gegen Schweden als Nachfolger das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, zitierte das staatliche Fernsehen den Verbandspräsidenten Moez Nasri.
Furiose Schweden-Offensive fertigt Tunesien gnadenlos ab
Das tunesische Fernsehen berichtete, dass Lamouchi das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe, nachdem man sich auf die Beendigung des Vertragsverhältnisses geeinigt hatte. Es wird erwartet, dass Renard zeitnah im Teamcamp eintrifft, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen.
Renard feierte Erfolge beim Africa-Cup
Der 57 Jahre alte Renard war zuletzt als Trainer Saudi-Arabiens tätig. Er besitzt bereits einige Erfahrung als Coach afrikanischer Nationalteams und führte Sambia sowie die Elfenbeinküste zum Afrika-Cup-Titel.
Die deutliche Niederlage gegen Schweden war zu viel für den 54 Jahre alten Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg beim 1:0 gegen Haiti gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien .In den verbleibenden beiden WM-Vorrundenspielen steht Tunesien gegen Japan und gegen die Niederlande in der Gruppe F stark unter Druck.
Verwendete Quellen: ntv.de, msc/dpa
