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Probleme frühzeitig erkennen: Prinz William will Obdachlosigkeit mit Technologie bekämpfen

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Probleme frühzeitig erkennenPrinz William will Obdachlosigkeit mit Technologie bekämpfen

Prinz William bei der London Tech Week. (Foto: IMAGO/i Images)

Seit Jahren setzt sich Prinz William im Kampf gegen Obdachlosigkeit ein. Dabei möchte der britische Thronfolger in Zukunft das Know-how der Technologiebranche nutzen, wie er nun bei der London Tech Week erklärt.

Prinz William möchte die Möglichkeiten moderner Technologien nutzen, um Obdachlosigkeit künftig früher zu erkennen und zu verhindern. Bei der Eröffnung der diesjährigen London Tech Week appellierte der britische Thronfolger an die Technologiebranche, ihr Know-how bei der Auswertung von Daten stärker für gesellschaftliche Herausforderungen einzusetzen.

„Obdachlosigkeit passiert selten ohne Vorwarnung“, erklärte der Prinz vor Vertretern der Tech-Branche. Es gebe oft frühzeitige Anzeichen, die mithilfe moderner Technologien erkannt werden könnten. „Je früher man ein Problem angeht, desto besser“, betonte der 43-Jährige. Im Vereinigten Königreich sind laut „Sky News“ mehr als 430.000 Menschen von Obdachlosigkeit bedroht. 

Im Rahmen dessen kündigte Prinz William nun die Gründung des sogenannten „Homelessness Data Lab“ an. Ziel des Projekts ist es, mithilfe von Datenanalysen Menschen zu identifizieren, die Gefahr laufen, ihre Wohnung zu verlieren – und ihnen Unterstützung anzubieten, bevor eine Notlage entsteht. Dabei sollen Methoden zum Einsatz kommen, die Unternehmen bereits seit Jahren verwenden, um Kundenverhalten vorherzusagen oder Risiken zu erkennen. „Viele Ihrer Kunden nutzen Banking-Apps oder ihre Smartphones. Ich glaube nicht, dass Ihnen bewusst ist, wie hilfreich diese Daten sein können, um potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen“, sagte der Thronfolger.

Das Projekt soll laut den Verantwortlichen „ethisch und verantwortungsvoll“ mit Daten umgehen. Unterstützt wird die Initiative unter anderem vom Softwareunternehmen Salesforce sowie der britischen Immobilien-Wohltätigkeitsorganisation LandAid. Zudem beteiligen sich weitere große Unternehmen an dem Vorhaben, darunter Accenture, VodafoneThree, Bloomberg und NatWest. Gemeinsam wollen sie prüfen, wie Technologien aus der Wirtschaft dazu beitragen können, Obdachlosigkeit langfristig zu verhindern. Dass das Thema erstmals auf der Agenda der London Tech Week steht, gilt als wichtiger Schritt.

Auch Königin Camilla engagiert sich

Mit seinem Engagement führt Prinz William ein Anliegen fort, das bereits seiner Mutter, der 1997 verstorbenen Prinzessin Diana, besonders am Herzen lag. Seit Jahren setzt er sich für einen anderen Umgang mit Obdachlosigkeit in Großbritannien ein, unter anderem mit seinem 2023 gestarteten Programm „Homewards“.

Auch Königin Camilla engagiert sich mit einem Besuch bei einer Unterkunft der Wohltätigkeitsorganisation „St. Mungo’s“. Die Einrichtung unterstützt Menschen ohne festen Wohnsitz. Dort wird die Königin Bewohner und Mitarbeiter treffen, die an einem Leseprogramm ihrer Initiative „The Queen’s Reading Room“ teilnehmen.

Quelle: ntv.de, csp/spot

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