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Startseite»Nachrichten»Sturz aus rasendem Zug folgte: Bahnmitarbeiter angegriffen? Keine U-Haft für Fahrgast
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Sturz aus rasendem Zug folgte: Bahnmitarbeiter angegriffen? Keine U-Haft für Fahrgast

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuli 18, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Sturz aus rasendem Zug folgteBahnmitarbeiter angegriffen? Keine U-Haft für Fahrgast

Ein Mitarbeiter der DB Sicherheit wurde lebensgefährlich verletzt. (Foto: picture alliance/dpa)

Eine Ticketkontrolle eskaliert in einem Zug in einen Streit. Dabei soll es zu einem Angriff auf einen Sicherheitsmann kommen. Der stürzt sodann durch eine Tür aus dem Zug. Der beteiligte Fahrgast bleibt nun aber auf freiem Fuß.

Nach einer mutmaßlichen Attacke auf einen Bahnmitarbeiter, der dabei aus einem fahrenden Zug stürzte und in Lebensgefahr schwebt, ist ein 36-jähriger Fahrgast wieder auf freiem Fuß. Gegen den wegen Gewaltdelikten vorbestraften Mann war Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung beantragt worden. Das Amtsgericht lehnte den Erlass des Haftbefehls ab, wie die Staatsanwaltschaft am Abend mitteilte.

Schon früher sei der 36-Jährige wegen Gewaltdelikten strafrechtlich in Erscheinung getreten und war nur auf Bewährung frei, hieß es weiter. Er soll bei dem Vorfall betrunken und im Zuge einer Ticketkontrolle in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit dem 26 Jahre alten Sicherheitsmann der Deutschen Bahn verwickelt gewesen sein. Nach dem Vorfall war er vorläufig festgenommen worden – und ist nun wieder frei.

Er soll den 26 Jahre alten Sicherheitsmann am Freitagabend in einem Regionalzug angegriffen haben. Nach einem Streit im Zusammenhang mit einer Fahrkartenkontrolle habe er seine Personalien nicht nennen und den Zug nicht verlassen wollen. Er schlug den Vorwürfen zufolge mit Fäusten auf den 26-Jährigen und trat ihn. Beide stießen mehrfach gegen die Tür, die dadurch, von den Beteiligten unbemerkt, beschädigt wurde und letztlich nachgab, wie es hieß. Der Bahnmitarbeiter stürzte durch einen Spalt nach draußen.

Nach dem brutalen Vorfall fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer härtere rechtliche Konsequenzen. „Wir brauchen Entscheidungen der Justiz, wir brauchen Gesetzesänderungen und wir brauchen das Durchgriffsrecht“, sagte der GDL-Bundesvorsitzende Mario Reiß im WDR.

Es müsse jedem Menschen in Deutschland klar sein, „dass ein Angriff auf den Menschen geahndet wird und mit Folgen zu tun hat, die davor abschrecken, jemanden anzugreifen“. Die Eskalation in Zügen habe eine „gewaltige“ Dimension erreicht, viele Beschäftigte gingen inzwischen mit Angst zur Arbeit.

Quelle: ntv.de, mpe/dpa

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