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Startseite»Nachrichten»Trump sät zuletzt Zweifel: Netanjahu-Partei kündigt erneute Kandidatur des Premiers an
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Trump sät zuletzt Zweifel: Netanjahu-Partei kündigt erneute Kandidatur des Premiers an

Dr. Heinrich KrämerVon Dr. Heinrich KrämerJuni 10, 2026Keine Kommentare2 Minuten Lesezeit
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Trump sät zuletzt ZweifelNetanjahu-Partei kündigt erneute Kandidatur des Premiers an

In einer Umfrage waren kürzlich 61 Prozent der Israelis der Meinung, Netanjahu sollte nicht erneut antreten. (Foto: picture alliance/dpa/Pool Reuters)

Nicht erst seit dem Iran-Krieg ist Premier Netanjahu höchst umstritten. In einer Umfrage drückt eine Mehrzahl der Israelis ihre Ablehnung aus. Dennoch will er Regierungschef bleiben. Aus diesem Grund tritt er bei den Parlamentswahl erneut an, wie seine Likud-Partei erklärt.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu strebt eine weitere Amtszeit an. Er werde bei der noch in diesem Jahr anstehenden Parlamentswahl erneut kandidieren und, so Gott es wolle, gewinnen, teilte seine Likud-Partei in einer kurzen Erklärung mit.

Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump Zweifel an einem erneuten Antritt Netanjahus geäußert. Dem Washingtoner Chefkorrespondenten des US-Senders ABC News, Jonathan Karl, zufolge sagte Trump, er wisse nicht, ob Netanjahu weitermachen wolle, da dieser eine erstaunliche Karriere hinter sich habe. Einen Termin für die Wahl gibt es noch nicht. Sie muss bis Oktober stattfinden. Es ist die erste seit dem Angriff der radikal-islamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023, der die israelischen Angriffe im Gazastreifen auslöste.

Netanjahu führt seit Dezember 2022 die am weitesten rechts stehende Koalition in der Geschichte des Landes. Seine Amtszeit ist von massiven regierungskritischen Protesten sowie den Kriegen im Gazastreifen, im Libanon und im Iran geprägt. Umfragen deuten darauf hin, dass sein Bündnis bei der kommenden Wahl die Mehrheit verfehlen könnte. Einer Erhebung der Denkfabrik Israel Democracy Institute vom 9. Juni zufolge sind 61 Prozent der Israelis der Meinung, dass er nicht mehr antreten sollte. Zudem würde ein mögliches Bündnis der Oppositionsparteien die parlamentarische Mehrheit verfehlen, sofern sie keine Koalition mit arabischen Parteien eingehen. Dies haben einige Oppositionsführer jedoch ausgeschlossen.

Das Verhältnis zwischen Netanjahu und Trump ist grundsätzlich eng, US- und israelischen Insidern zufolge zuletzt jedoch Spannungen ausgesetzt gewesen. Beide Politiker hatten im Februar gemeinsam den Krieg gegen den Iran begonnen. In den vergangenen Wochen forderte Trump Israel jedoch auf, das militärische Vorgehen im Libanon einzuschränken, während die US-Regierung über ein Friedensabkommen mit der Führung in Teheran verhandelt.

Vergangene Woche räumte Trump ein, Netanjahu in einem hitzigen Telefonat als „verdammt verrückt“ bezeichnet zu haben. Er fügte jedoch hinzu, dass sie gut miteinander auskämen. Der US-Präsident hat den israelischen Präsidenten wiederholt aufgefordert, Netanjahu wegen laufender Korruptionsverfahren zu begnadigen. Netanjahu hat die Vorwürfe zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, als/rts

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